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Schändlicher Missbrauch

Aus diesem Bericht. Danke Aftershow.

Zwischenbericht

Das Gabel²-Kolletiv befindet sich derzeit auf Reisen. In der weiten Welt unternehmen wir Streifzüge (dérive) und Expeditionen um mit reichlich Inspirationen wiederzukommen. Wir können also derzeit nicht auf sinnlose Kommentare reagieren.

Erschießen!

[lks] + [pl]

Queerschnitt schnitt schnatt schneidet Weimar

Das Gabel²-Kollektiv unterstützt mit Herz und Seele, sowie mit der rationalen Kraft des logischen Denkens voller Freude den Aufruf des Queerschnitt-Free Your Gender-Festivals, welches vom 30. November bis zum 2. Dezember in Weimar in der Gerberstraße stattfinden wird. Den Aufruf zeigen wir untenstehend.

Derzeit bereiten wir uns praktisch und theoretisch auf das kommende Event vor und sind damit Tag und Nacht beschäftigt. Das Gabel²-Kollektiv wird sich sowohl organisatorisch als auch mit eignen Beiträgen daran beteiligen.

Im übrigen wollen wir daraufhinweisen, dass das Motiv auf dem Queerschnitt-Flyer, welcher von [lks] gestaltet wurde, eine verfremdete Version der Grafik Typical Vertical Mess as Depiction of the Dada Baargeld von Johannes Theodor Baargeld darstellt. Dass Dada und Queerness etwas miteinander zu tun haben wurde uns im Jahre 2005 einmal mehr in Erinnerung gerufen, als die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weimar auf dem nostalgischen Dada-Kongress in der Weimar-Halle als Sprecherin der Dadaistischen Partei für die Abschaffung der Geschlechterkategorien auftrat und dort auf der einen Seite nicht ernstgenommen wurde, weil die Leute Dadaismus nicht ernst nehmen und auf der anderen Seite für verrückt erklärt wurde, weil mensch sie ernst nahm. Da sehen wir auch wie es mit dem Dadaismus steht.

Wir fibern den Free Your Gender Days entgegen.
Amen.

Aufruf zu den Queerschnitt-Free Your Genderdays

“Queer: Lustvolle Politik und Gesellschaftskritik; Schluss mit Identitätszwängen; praktische Überwindung von Zweigeschlechtlichkeit; neue Bündnisse und endlich gute Pornos. Queer hat Sexappeal, finden wir und finden andere. Queer ist eine produktive Fortschreibung feministischer Politik mit neuen Werkzeugen für Kritik und Alltag.

Oder: Endlich Queer! Feminismus war nicht lustvoll – und ist jetzt auch endlich vorbei. Identität und Geschlecht sind kosntruiert und deswegen Positionen, die nicht mehr bezogen werden sollten. Deswegen gehören quotierte Redelisten abgeschafft. Von männlichen Privilegien ist nicht mehr die Rede, und Pornos kann man sich jetzt auch endlich in Ruhe ansehen.” (aus: Sarah Dellmann, Katharina Voss: Die Szene braucht die Queers, muss aber auch fragen wer sie sind, in Phase 2 #20, Leipzig 2006)

Aufruf zu den Queerschnitt Free Your Gender Days

Im obigen Text wird sehr der treffend der Zustand einer linken Szene beschrieben, in der auf der einen Seite die Queer-Theorie ihren Einzug gefunden hat, in der auf der anderen Seite unter dem Label Queer die Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und Identität verhindert wird. Unter der Bezeichnung “Queer” werden nicht nur alte Geschlechterrollen aufgehoben, sondern auch neue konstruiert. Kritik daran bleibt oft nicht gehört und eine Debatte findet kaum statt und wenn, dann steht im Fokus der Betrachtung niemals die Linke selbst.

Was bedeutet Queer?
Was bedeutet Queer-Feminismus?
Was bedeutet dies für linke Praxis?
Was bedeutet es für linke Ästhetik?
Wie kann eine kritische Selbstreflexion von linker Praxis und Subkultur geschehen?

Einen Anfang zur Beantwortung dieser Fragen wollen wir vom 30. November bis zum 2. Dezember in der Gerberstraße in Weimar schaffen. Auf dem “Queerschnitt” Free Your Gender-Festival wollen wir Vorträge, Workshops und Infomaterial bieten, die auf der einen Seite einen Einstieg in die Queer-Theorie bieten sollen und auf der anderen Seite den subkulturellen/soziokulturellen Alltag der Linken in den Fokus der queeren Kritik rücken. Weil wir wissen, dass die obigen Fragen nicht an einem Wochenende beantwortet werden können und dieses Thema nicht an drei Tagen abgearbeitet werden kann, sind wir auf zahlreiche Gäste angewiesen, die Ergebnisse und Erkenntnisse oder auch neue Fragesetellungen in ihre Zusammenhänge zurücktragen. Wir hoffen, dass wir mit dem Queerschnitt-Festival eine Debatte in Thüringen und darüber hinaus entfachen können!

Trotz innerlinker Debatten sollen die Free Your Gender-Days auch denen einen Einstieg bieten, die sich mit den Themen Sexismus, Homophobie und Queerer Kritik noch nicht auseinandergesetzt haben. Nicht zuletzt haben zahlreiche Diskussionen im soziokulturellen Zentrum Gerberstraße gezeigt, dass dies notwendig und erwünscht ist!

Kommt zahlreich und bildet euch!

Queerschnitt-Orgagruppe und [aaw]

Programm und Partizipation unter http://freeyourgenderdays.blogsport.de

Angreb vs. Boredom

Weltkulturbühne Connewitz: Gabel² gibt Leipzig ein Stück Leipzig zurück. Für einige dieser von uns mit Schablonen-Schriftzügen bearbeiteten Fotos aus Connewitz vor der „Wende“, als die Menschen anfingen Häuser zu besetzen, ist [pl] nach Leipzig gereist, um sie dort zu verteilen. Vergangenheit trifft auf Gegenwart, alte und neue Stadtgestaltung treffen aufeinander, sowie auf unseren Eingriff (Angriff, Angreb) und die Kritik der Langeweile.